Von Glastonbury aus fuhren wir weiter in Richtung Cardiff, dort in der Nähe in Pontypridd hatten wir noch ein Fass Fohrenburger Bier abzugeben. Warum und wieso – ist eine lange Geschichte die mit einem verwegenen jungen Mann zu tun hat der vor 8 Jahren mit einer Puch Maxi von Feldkirch über diese Region bis nach Schottland und zurück gereist ist.

Dort in besagter Werkstatt gab sein kleines Moped den Geist auf. Simon und seine Freunde aus der Werkstatt machten das kleine Gefährt wieder fit und so konnte Marius damals seine Reise bis zur Bärenkreuzung in Feldkirch beenden – dort blieb die kleine Puch Maxi dann endgültig liegen und starb einen ehrenvollen Tod an Altersschwäche.

Von Simon bekamen wir den Tipp, nach Ogmare by the Sea zu fahren.
Dort befände sich ein National Trust Gebiet an der Küste wo es auch kein Problem wäre eine Nacht zu campieren. Eine wunderschöne Landschaft mit vielen Weiden. Schafweiden überall – und Schafmist ebenso. Hier bei Ogmare machten wir unsere erste Bekanntschaft mit den Küstenwinden. Sabrina zog es vor, mit ihrer Winterkappe zu schlafen. Der Abend jedoch war spektakulär. Ein wunderschönes Abendrot, friedlich grasende Schafe und ein „FastVollmond“ zauberten eine wunderschöne Stimmung. Als es Nacht wurde, gab es noch Feuerspiele mit Fackeln rund um die MasiRatis – geniale Bilder entstanden dabei.

Bei David auf seiner Farm fanden wir diesen. Es war Fabian der den Weg wählte in die Baumallee zu diesem Hof. David lebt alleine auf seinem Hof, seine Kinder sind alle erwachsen und keines hat Interesse an der Landwirtschaft. Wir durften unser Lager aufschlagen, David bracht uns Feuerholz und später saßen wir alle gemeinsam in seinem Hof und erzählten uns Geschichten. Später kam noch sein Sohn Frank hinzu. Er lebt in Dublin und war zu Besuch hier in seiner Heimatgegend. Frank gab uns einige interessante Tipps wo wir gute Bilder machen könnten. David verwöhnte uns mit allem was wir brauchten – Duschen, Frühstücken in seiner Küche und einen Flasche echten irischen Wiskey – was besonders Martin freute. Wir bedankten uns mit einem ghörigen Vorarlberger Bergkäse und mit einer Fotosession in seinem Hof am nächsten Tag.

Die Adresse haben wir notiert – David wird von uns das schönste Bild seines Hofes zu Weihnachten bekommen.

Genau – Adressen haben wir schon einige gesammelt – es gibt hier so viele Menschen die gerne helfen, offen und herzlich sind und interessiert an dem was wir machen, wie und warum wir unterwegs sind. Wir freuen uns darauf ihnen unsere Dankeschön Geschenke zukommen zu lassen.

Am 11. August gegen Mittag, fuhren wir dann in Richtung Cork – das soll eine schöne Stadt sein haben wir gehört. Für uns war es eine Katastrophe. Enge, unvorstellbar steile Straßen und Verkehr ohne Ende. Nichts wie wieder raus aus der Stadt!

Inzwischen war es schon wieder späterer Nachmittag geworden und wir mussten uns einen Schlafplatz suchen. Die Jugend schickten wir in die Stadt zum essen, Marcel und Sabrina gingen auf Herbergen Suche. Doch es war wohl unser erster Tag mit weniger Glück. Die Anwesen die wir in erreichbarer Nähe fanden, waren alle sehr nobel. Auf Anfrage ob wir wohl in den übergroßen Vorhöfen für eine Nacht bleiben dürfen, stets seine Absage. Als wir schlussendlich bei einem B&B anfragten das jedoch ausgebucht war, schickten uns diese zu einem Parkplatz bei Fort James, National Trust Gebiet.

Der Parkplatz war in ziemlich miserablen Zustand. Doch da es schon in den Abend hinein ging, war es wohl die einzige Möglichkeit für diese Nacht. Weiter unten stand ein Bus und wir erkannten ein österreichisches Kennzeichen. Freudig gingen wir auf die Landsleute zu und stellten uns vor. Valerio und Manuela waren ihre Namen, aus Osttirol und der Steiermark kamen sie. Sabrina blieb bei den beiden, während Marcel die Jungend aus der Stadt abholte. Manuela und Valerio waren in ihrem Bus auf der Küstentour durch Irland unterwegs. Sie hatten einen genialen Reiseführer dabei der alle kostenlosen Park und Übernachtungsmöglichkeiten auf dieser Strecke für Reisende wie sie und uns auflistete. So konnten wir uns schlussendlich Notizen machen, wo an den Orten die uns Frank empfohlen hatte wir solche Plätze finden konnten.

An diesem Abend gab es kaltes Abendessen, wir machten ein kleines Feuer und gingen früh schlafen. Obwohl wir an der Küste waren, lagen der Parkplatz weiter oben und etwas windgeschützt, es war eine relativ ruhige Nacht – bis auf ein sehr langes Gespräch das Fabian noch mit einem älteren Farmer aus der Gegend führte.

Nach dem Frühstück fuhren wir am 12.8. weiter in Richtung Killarney – doch dort sollten wir nie ankommen…

…warum wir dort nie angekommen sind, erfährt ihr in meinem nächsten Beitrag – und auch wie es weiterging bis Dublin wo ich jetzt in einer gemütlichen Küche sitze und diese Zeilen schreibe.

Bis bald,
Euer MasiRati Team