Amsterdam – Offene Türen & Hornhaut am Hintern

In Amsterdam war ich schon öfter in meinem Leben. Die Offenheit, die Fröhlichkeit und die liberale Lebensweise dieser Stadt faszinierte mich – Amsterdam ist für meine Sache fast schon zu einfach.

Einige Zeit zuvor hatte ich bei einem Workshop zum Thema Tadelakt Karl Giskes kennen und schätzen gelernt. Einerseits war es sein Wissen zum Thema andererseits aber auch seine gelebte Gastfreundschaft uns gegenüber die mich beeindruckten.
Ohne zu zögern wurden wir in seinem Haus aufgenommen, seine Familie vor vollendete Tatsachen gestellt nun einige Tage mit einer Horde Österreicher leben zu dürfen.
Mit lachendem Gesicht erläutert Karl uns eine seiner Lebensweisheiten: „Wer in meinem Haus weilt ist Teil meiner Familie und wenn ich über so eine Selbstverständlichkeit erst mit meiner Frau reden müsste, dann hätte ich in meinem Leben wohl offensichtlich etwas falsch gemacht.“ Er drückte mir einen Schlüssel für das Haus in die Hand und hieß uns herzliche Willkommen, im Reich seiner Familie.

Was ich auch schon wusste – das Wichtigste in Amsterdam ist ein Fahrrad.
Ohne Fahrrad läufst du dir die Füße wund – mit Fahrrad gibt wenigstens nur Hornhaut am Hintern. So radelten wir also munter und orientierungslos dahin, zahlreichen Versuchungen um uns herum konnten wir nicht immer wiederstehen und erforschten die Stadt auf der Suche nach dem perfekten Standort für Helga und Olga.

Dann – fanden wir ihn diesen Platz – die Singel Gracht.

Derselbe Ort an dem ein Jahr zuvor schon Masi und Rati posierten.

Es sollte wohl so sein, das die Mädels an dieser netten Brücke stehen über die ihre Kollegen im Jahr davor spaziert waren. Keine einfache Wahl bei den vielen Brücken dieser Stadt. Doch es war eindeutig diese eine Brücke an der die Mädels stehen sollten.

Der perfekte Platz.
Noch während wir die beiden auf ihre langen, schlanken Beine stellten erklang ein freudiges „Hello guy´s! Nice to see you again!“
Es war Paul, ein netter Kerl von der Kanalinsel Guernsey beruflich in Amsterdam stationiert und in einer echten, authentischen Amsterdamer Wohnung beheimatet.
Wie schon im Jahr zuvor öffnete er uns sein Heim und bewirtete uns mit Speis und Trank. Zu guter Letzt gab er uns den Wohnungsschlüssel, damit wir jederzeit Zutritt hätten um auszuruhen oder Kaffee zu kochen während wir unser Fotosession machten. Nun hatte ich innerhalb eines Tages schon den 2. Haustürschlüssel erhalten – welch ein Vertrauen! So ging es die ganzen Tage weiter. Wir bekamen eine Führung in einer Galerie, wurden auf ein Hausboot eingeladen, weilten bei einem Glas Sekt auf einem Mädchengeburtstag und vieles mehr. Amsterdam pulsiert und lebt in jeder Straße, an jeder Ecke!

Als ich nun so in der Singel Gracht meine beiden Mädels fotografierte, erschien plötzlich wie aus dem Nichts dieser ältere, sehr fein gekleidete Herr im blauen Anzug mit Hut.

Er schien ein Schwätzchen mit den GaGa´s zu halten, winkte ihnen zu und war genauso schnell wie er da war wieder verschwunden.

Wir tauften diesen netten Herrn „Adam aus Amsterdam.“ Danke Adam, du hast mir ein geniales Bild für den Kalender 2017 geschenkt!

Danke an Karl und Paul für Unterkunft und Verpflegung sowie für die Selbstverständlichkeit der Gastfreundschaft und des Vertrauens in eurem Leben!