Freitag, 4. August. Wir starten nach Glastonbury. 2 Stunden zeigt uns das Navi an…
Doch diese 2 Stunden brauchen wir alleine schon um mit unserem MasiRati Vehikel aus London raus zu kommen und so wird es Abend bis wir unsere Unterkunft in Glastonbury / West Pennard erreichen. Das Haus und die Aussicht entschädigt uns jedoch für alle Strapazen des Tages!

Unsere Apfelfarm ist ein 250 Jahre altes traditionelles südenglisches Farmhaus. Die Gebäude daneben zum Teil bis zu 600 Jahre alt. Doch im Garten Luxus pur – samt temperiertem Wirlpool. Dieser wird vorallem von der Jugend ab dem ersten Abend ausgiebig genutzt.

Samstag 5. August. Die Jungend schläft, die kleine Zicke steht beim Nachbar vor der Türe und Sabrina und Marcel machen sich auf den Weg in die Stadt – Möglichkeiten zum fotografieren abklären. Die Abbey wäre ein schönes Motiv, ebenso die Challis Well, der Tor hingegen scheint fast unerreichbar. Der zentrale Marktplatz ist sehr belebt doch für ein stimmiges Foto zu unruhig. Gefühle 100km Straßen und Pfade sind Sabrina und Marcel gelaufen, bevor sie sich im Blue Note in der Stadt eine Pause gönnten.

Bisher war die Suche sehr bescheiden verlaufen, waren doch alle aufgesuchten Orte für unsere Zwecke kostenpflichtig oder es bedurfte Bewilligungen auf die mehrere Tage gewartet werden musste. Alle Felder sind von hohen Hecken umgeben und mit Toren und Ketten gesichert.

Das Blue Note und sein Innenhof sind Treffpunkt von Touristen wie Einheimischen. Sabrina sah einen Mann – eine Mischung aus Rübezahl und gutmütigem Bär, stand auf und sprach ihn einfach an. „Bist du ein Einheimischer?“ „Ja,“ war die Antwort. Sie zeigte ihm das Postkarten Set der Masiratis und erklärte ihm worum es ging. Ein lebhaftes Gespräch entstand, mit dem Ergebnis das wir an eine Farm, die Paddington Farm verwiesen wurden. Dort so meinte er, würden wir Hilfe finden und vielleicht einen freien Blick zum Tor.

Also machten wir uns auf den Weg zur Farm von Tanja und der Paddington Familie.
In den Hügeln von Glastonbury unterhalb des Tor´s gelegen fanden wir dort jede Menge Kinder, wenige Erwachsene und ein Zirkuszelt. Eine Farm für Pflege und Weisenkinder aus der Stadt ist die Paddington Farm, hier machen diese Kinder ihren Sommerurlaub. Das erste was uns Tanja anbot, war Tee – typisch englisch, freundlich. Dann schickte sie uns mit einem Mitarbeiter auf die Felder der Farm um zu sehen ob es einen Platz gibt, an dem Marcel den Tor gut im Bild hätte.

Keines der Felder erwies sich als das passende. Doch die Paddingtons hatten einen Freund, Lokabandu sein Name, ihm gehörten Felder viel näher am Tor. Tanja gab uns beim Tee trinken die Nummer und schon waren wir wieder unterwegs zum nächsten Menschen mit einem offenen Geist. Auch er, Lokabandu zeigte uns seine Felder. Marcel prüfte und schaute genau – doch Büsche und Bäume standen im Bild, die MasiRatis würden im Hintergrund untergehen.

Doch da gab es eine Frau, meinte Lokabandu, eine Amerikanerin die gerade eben jetzt hier in ihrer Villa in Glastonbury ist. Sie hat ein Grundstück, am Fuße des Tor und sie könnte uns vielleicht helfen. Wieder telefoniert, doch leider niemanden erreicht.

Es war Abend geworden und so fuhren wir zurück zu unserer Apfelfarm. Am Abend besuchte Marcel unsere Nachbarn, ein älteres Paar aus Australien das seit letztem Oktober hier lebte. Im Gespräch stellte sich heraus, das besagte Amerikanerin ihre Schwiegertochter ist. Voller Freude riefen sie diese an, erzählten unsere Geschichte und fragten welche Möglichkeiten es wohl gäbe.

Im Verlauf dieses Gespräches erfuhren wir, das Gelände rund um den Tor ist ein Naturschutzgebiet, für alle Menschen frei zugänglich solange vorsichtig und respektvoll mit dem Ort umgegangen wird. So sagte der nette Nachbar, der ursprünglich aus der Gegend hier stammt: „ Tut es einfach, macht nichts kaputt, seid freundlich und tut es einfach…

Sonntag, 6. August Göttinnen Kongress in Glastonbury, 100derte von Frauen pilgern zum Tor während das Team Masi und Rati am Hauptplatz aufstellen. Sabrina, Fabian und Jeramis bleiben in der Stadt, der Rest des Teams startet zum Projekt – Helgas Pilgerfahrt zum Tor. In der Stadt sind die Menschen begeistert, unser Reisetagebuch beginnt sich zu füllen.

Von Marcella, der Frau bei der Pilgerfahrt wird der Weg mit weißem Salbei bereitet. Die Männer starten mit Helga auf der Achse zu ihrem Aufstieg. Die Göttinnen sind bereits auf dem Weg zurück in die Stadt und kommen uns entgegen. Entzücken breitet sich aus, freudig wird geholfen, von Männern wie von Frauen. Gesegnet wird Helga, unsere Göttin, die an diesem Tag durch die Hilfe vieler Hände oben am Tor in Glastonbury die Nacht erleben durfte. Auf die Bilder dürft ihr euch freuen!

Ein ganz Besonderes Erlebnis war das zusammentreffen mit Jussuf Abdulah, ein muslimischer Philosoph auf Pilgerreise. Faszinierende Begegnung, nun ist Marcel Jussuf Abdulah´s neuer Österreichischer Baba.

Auf dem Weg hinunter, knackste es bedenklich und tatsächlich, Helga hatte sich ein Bein gebrochen! Oje – Sofortmaßnahme eine Bandage umgelegt und ganz vorsichtig ins Tal gebracht. Wiederum waren es Einheimische die uns herzlich und freundlich an eine Metallwerkstatt verwiesen. Problemlos durften wir Helga dort reparieren – herzlichen Dank noch dafür!

Wunderschöne Begegnungen in der Stadt wie auch oben am Tor begleiteten die beiden Tage in denen wir unsere MasiRatis präsentieren durften. Wir danken all den Menschen die uns unterstützt und inspiriert haben, manche von euch sehen wir sicher wieder!

Bis bald,
Euer MasiRati Team