….Von Förstern, Bürgermeistern, Bauern und Jäger – sowie mutigen Wanderern…

Welch Freude – sind wir doch im letzten Sommer von der Muttersberg Gemeinschaft eingeladen worden, unseren Hausberg an dessen Fuß die Wohn und Wirkstätte unseres Schöpfers steht, zu erkunden – natürlich als Wanderer!

Masi und Olga konnten es kaum erwarten der Aufführung von Shakespeare am Berg „Romeo und Julia“ beizuwohnen.
Ich hatte es schon vermutet – läuft da etwa was zwischen den beiden?
Jedenfalls waren sie kaum mehr weg zu bekommen aus der großen Arena, Vorstellung um Vorstellung gönnten sich die beiden da oben am Berg.
Offensichtlich sind sie sehr an klassischer Kultur und Literatur interessiert die zwei.

Helga und Rati hingegen, erfreuten sich lieber an der bezaubernden Natur da am Berg.
Unter dem größten aller Nadelbäume hatten sie ihr Plätzchen gefunden – sehr zur Freude vieler Wanderer, doch zum Leid des Försters.

„Nur bis hier her und keinen Schritt weiter…“ so sprach der Förster mit strenger Miene. „Die großen Schuhe, das immense Gewicht, ist alles andere als schlicht!
Der Platz gehört einem Bauer der will hier bald mähen, deine Figuren sollen hier keinen Unmut sähen!
Lass sie hier an diesem Platz – du Fratz – doch weiter dürfen sie nicht gehn!“

Unserem Bürgermeister jedoch, dem gefiel es gut wie die beiden da so standen
unter dem großen Baum und er kannte unseren Traum.
Weiterwandern wollten wir, hinauf, hinüber und dort hin auch.
Mit seiner Erlaubnis machten wir uns wieder auf den Weg, alle 4 gemeinsam zu einem Ziel.

Zum Tiefenseesattel führte unser weiterer Weg um von dort die „Rote Wand“ zu betrachten ihr Schimmern und Leuchten zu bestaunen.
Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, dazwischen Begegnungen mit Mensch und Tier. Ein gar wunderbarer Ort ist dort… bis, ja bis der Jäger kam…
Völlig außer sich meldete er sich telefonisch bei mir, leider – oder zum Glück – war ich in dem Moment nicht erreichbar.

So kam ich in den Genuss folgender Anrufbeantworternachricht:
„Wenn dia Dinger do doba, am Tüfaseesattl net in 8 Täg varschwunda sind, denn schlag i se da Büchel abe!!! Des kasch ma globa, jo was mansch den du eigentlie!“ ….
Selbstverständlich habe ich mich beim Jäger zurück gemeldet, schließlich hatte ich ja die Erlaubnis unseres Bürgermeisters.
Im Laufe des Gespräches, stellte sich heraus, das die Stelle an der meine MasiRati´s standen vermutlich insgesamt 3 oder Mehr „Besitzer“ hat.
Am Ende jedoch war klar wer der Besitzer war. Die Liechtensteiner Jagdgemeinschaft darf sich Eigentümer nennen, der Wiese, des Waldes und des Weges auch – zum Teil.
Im Gespräch ergab es sich, der Jäger kannte meinen Vater, den alten Dengel, den Gärtner.
Fazit – wir durften bleiben, weil ich ein Dengel bin!
Doch irgendwer, wir wissen nicht wer es war, hat Masi umgeworfen – ob Mensch ob Tier,
es wird wohl ein Mysterium bleiben…
Jedenfalls wurde uns berichtet, dass Wanderer unseren Masi aufgerichtet und wieder an seinen Platz gestellt haben!
Für diese lieben Menschen haben wir ein Geschenk – Bitte meldet euch bei uns!

Am Ende hat sich alles zusammen wirklich ausgezahlt.
So viele Begegnungen und Erlebnisse, schöne Momente und stille Augenblicke.
Das Fotoshooting war erfolgreich (Siehe Kalender 2017 Titelbild und Juli Bild).
Im Anschluss gönnten sich die Mädels ein Gläschen Sekt auf der Terrasse im Berggasthof am Muttersberg, die Jungs fuhren ins Tal zur Revision.
Wie du sehen kannst, alles ist Möglich und liebe Menschen gibt es überall.