Wie wir hörten, ist im Ländle ein super Sommerwetter. Seit Wochen Badetemperaturen und Sonnenschein ohne Ende soll bei euch sein. Wie es aussieht, haben wir den Regen auf unsere Reise mitgenommen… Genau genommen, war es in Südengland warm und feucht, in Irland nass und kalt, jetzt hier in Schottland nass und warm. Die Luftfeuchtigkeit in allen 3 Ländern beträgt dort wo wir unterwegs sind zwischen 70% und manchmal auch 100%. In der Nacht ist das mit einer Taschenlampe zu sehen. Geleichzeitig tut uns dieses Klima allen gut. Es eine auch Herausforderung. Kleidung muss so verstaut sein, das sie trocken bleibt zumindest bis sie angezogen ist. Schuhe werden jeden Tag bei der Fahrt im Auto mit der Heizung getrocknet. Um an eine frische Unterhose zu kommen, muss manchmal das halbe Auto ausgepackt werden. Trinkwasser will gut eingeteilt sein und um jede Dusche sind wir froh. Dennoch, alle 8 – 10 Tage ein Haus für 3 oder 4 Nächte reicht aus. In einem Haus das Valhalla heißt und in in der Stadt Helmsdale ist, sitze ich jetzt um euch zu erzählen wie der Weg von Dublin hier her verlaufen ist.

Von unserer Unterkunft in Enniskillen bei Dublin fuhren wir weiter in Richtung Belfast / Larne um von dort aus mit der Fähre nach Schottland über zu setzten. Auf dem Weg dort hin, machten wir Halt in der Region Downpatrick um Castle Ward, einem Schauplatz der Serie Game of Throns zu besuchen. Fabians größtem Wunsch auf dieser Reise. Unterkunft fanden wir bei Garet einem irsichen Farmer. Neben seiner Farm arbeitet er als Berater für Hausbelüftungen und Filteranlagen. Alle gemeinsam bauten wir unser Lager auf und fuhren direkt zum Ziel – Winterfell, Sitz der Familie Stark aus besagter Serie.

Da war er, der Turm! Dieser eine Turm und ein Teil der Stallungen sind im ersten Teil der Serie zu sehen. Fabian war glücklich, doch dann zeigte sich das im Rest der Anlage ziemlich tote Hose war. Nicht, nada war da Shops, Lokalen oder ähnlichem zu finden. Also gingen wir auf die Suche – die Anlage ist ziemlich groß. Mit Parkanlagen, verschiedenen Gebäuden, einer Farm (bei der auch der Turm steht) und Wäldern.

Eine wunderschöne, faszinierende Allee fanden wir auch, dort entstanden geniale Bilder von Helga während Olga unten am Meer die Aussicht genoss. Erst am Abend, in einem Restaurant, fand Fabian schlussendlich eine winzige Auswahl an käuflichen Artikeln für Game of Throns Fans.

Masi und Rati waren derweilen auf einem Hügel des Farmers. Und dort auf diesem Hügel ereignete sich eine wirklich nette Geschichte. Am Abend kam der Farmer mit einem weitern Mann zu uns auf den Hügel. Ein Kunstlehrer aus Belfast. Er wohnt gleich dort drüben in dem Haus dessen Fenster genau zum Hügel mit den MasiRatis zeigte. Nun so erzählte er uns, hat er vor kurzem im Internet nach Kunstwerken aus Schrott gesucht. Bewegliche Kunstwerke die „was machen“ und ist so auf unseren Tinnitus gestoßen. Auch wenn er nur wenig Deutsch verstand, begeisterte ihn das Video so sehr, das er es für den Unterricht verwendete. Ebenso schaute er sich auf unserer Homepage um und kannte somit die MasiRatis. Nun stand er also an diesem Morgen am Fenster seines Hauses und schaute zum Hügel hinauf wo eben diese Skulpturen nun plötzlich standen. Er traute seinen Augen kaum und machte sich sofort auf den Weg zum Feld auf dem Hügel. Völlig fasziniert davon, dass die MasiRatis tatsächlich da quasi vor seinem Haus standen, vergaß er völlig, dass er eigentlich einen Geschäftstermin hatte. Zu diesem kam er zu spät – was ihm aber egal war, denn die Freude darüber bei dem beiden Jungs oben am Hügel gestanden zu haben, sie berührt und wirklich live gesehen zu haben, war größer als das schlechte Gewissen. An diesem Abend machten wir noch Fotos von ihm mit Marcel, mit seiner Kamera – damit er seinen Schülern den Künstler an seiner Seite zeigen kann. We stay in contact – so verabschiedete sich der Lehrer von uns. Darauf freuen wir uns, ihn irgendwann mal wieder zu sehen, zu lesen oder zu hören.

Am nächsten Tag regnete es wieder – oder immer noch, keiner weiß das so genau wenn es jeden Tag einmal oder auch öfter regnet. Wir waren wenig motiviert und hatten keinen rechten Plan. Mit der Fähre nach Schottland stand bevor, doch sollten wir morgen schon fahren oder erst übermorgen? Die Jungen wollte eine Auszeit – in Hallenbad wäre cool, es gibt da eines im Ort. Und so gingen die Jungen schwimmen während Sabrina und Marcel die Gegend durchstreiften und später nochmal fotografieren gingen. Die Schafe auf der Weide bei den MasiRatis erwiesen sich als sehr schreckhaft und nervös – es war beinahe unmöglich sie dazu zu bewegen bei den Skulpturen zu verweilen. Garet, der Farmer kam auf uns zu und bot uns an Melasse für die Schafe zu mischen, damit können sie angelockt werden. Es funktionierte – bedingt. Am nächsten Morgen konnte Marcel mit Fernauslöser ein paar gute Bilder schießen.

Es war für Garet kein Thema wenn wir noch eine Nacht auf seinem Parkplatz bleiben wollten. Er lud uns für den letzten Abend zu einem irischen Stew ein, seine Frau kochte für uns. Es war ein richtig guter Eintopf und ein feiner, spannender Abend mit guten Gesprächen. Am nächsten Morgen luden wir die MasiRatis auf und fuhren zur Fähre nach Larne. Der Platz war schon gebucht, wir waren rechtzeitig da und gute 2 Stunden später landeten wir in Cairnrayn an der schottischen Westküste. Wie wir dann bis hier in den hohen Norden gekommen sind, in die alte Wikingersiedlung Helmsdale, erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag.